Terrarienhaltung

 

wichtig:

Auch wenn die Haltung aller Stenodactylusarten sehr ähnIich sein wird, da sie aus denselben Regionen kommen, möchte ich hier nicht verallgemeinern. Ich selbst halte nur S.sthenodactylus und S.petrii und beschreibe an dieser Stelle, wie ich diese 2 Arten halte. Zu den anderen Arten habe ich keinerlei Erfahrung und auch keine Haltungsberichte gefunden.

 

Terrariumgröße 

Das Terrarium kann, wie immer, natürlich nie zu groß sein. Ich halte momentan 3 S.petriis in einem 75x50x50 (LxBxH) großen Terrarium. Allerdings könnten bei so einer Größe sicherlich noch 1-2 Tiere mehr ein zuhause finden. In der Höhe kann man natürlich sparen, denn die Stenos sind Bodenbewohner. Meine 3 S.sthenodactylus bewohnen ein 50x30x40 (LxBxH) großes Terrarium. Das reicht aus, doch möchte ich ihnen bald gerne ein größeres anschaffen.
Generell sollte es sich immer um ein längliches Terrarium handeln, denn darin lassen sich besser verschiedene Temperaturzonen einrichten als in einem viereckigem.

 

Einrichtung

Wichtig ist eine hohe Schicht Bodengrund (mind. 5 cm), da die Kleinen sehr gerne graben. Bei meinen S.sthenodaytylus verwende ich grabfähigen Terrarienkies, da sie Baue graben, die auch stabil bleiben sollten. Bei meinen S.petriis verwende ich Terrariensand, denn sie buddeln sich darin komplett ein.
Als weiteres habe ich ein paar Sandsteine im Terrarium, unter denen sich die S.sthenodactylus gerne ihre Tagesquartiere einrichten und auf denen sich beide Arten abends gerne zum aufwärmen legen, da die Steine die Wärme gut speichern.
Eine flache Wasserschale wäre noch empfehlenswert, denn ich habe durchaus schon beobachtet wie sie daran nippen. Nur sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht zu tief ist, da berichtet wurde, dass die Geckos evtl. darin ertrinken könnten.
Bepflanzung ist nicht nötig. Ich habe jedoch der Optik wegen ein paar Pflanzen mit eingebracht. Es ist dann natürlich darauf zu achten, dass sie die klimatischen Bedingungen aushalten. Von Kakteen mit Stacheln ist abzuraten, da die Geckos sich daran verletzten könnten. Außerdem habe ich noch einige Kieselsteine und Rindenstücke verwendet um das Terrarium optisch schöner zu gestalten, zudem werden dadurch auch noch mehrere Versteckmöglichkeiten geboten.  

 

Klima

Ein Spot bringt die nötige Wärme. Ob 60, 80 oder 100W kommt auf die Terrariumgröße an. Ich habe bei meinen einen 60er eingebaut. Ein einfacher Spot aus dem Baumarkt tut es übrigens genauso gut wie ein teurer „spezieller“ Reptilien-Spot. Da Stenodactylus nachtaktiv sind, brauchen sie sowieso kein/kaum UV-Licht.
Wichtig ist, dass eine heiße lokale Zone entsteht (bis zu 40 °C) und ebenfalls kühlere Zonen aufzufinden sind (21-25°C). Deswegen ist ein längliches Terrarium immer besser als ein gleichseitiges, darin können leichter Temperaturgefälle entstehen.
Ein Heizkabel ist nicht notwendig. Meiner Meinung nach ist dies sowieso eine unnatürliche Wärmequelle, denn in der Wüste kommt die Hitze ebenfalls von oben. Die Geckos suchen deshalb in selbstgegrabenen Bauen im kühlen Boden Schutz vor den extremen Temperaturen. Ebenfalls finde ich, dass eine extra Nachtbeleuchtung  nicht nötig ist. Die Stenos sind optimal an Dunkelheit angepasst und können dann immer noch sehr gut sehen, auch wenn wir uns das nicht vorstellen können. Ihre Augen sind quasi Restlichtverstärker. Nur wenn das Zimmer komplett abgedunkelt sein sollte muss eine leichte Lichtquelle her. Ein Kindernachtlicht oder LEDs reichen da aber schon aus.
 

 

Futter

Die kleinen Geckos sind ziemlich gefräßig und schnappen nach allem was sich bewegt. Ich verfüttere hauptsächlich kleine Heimchen und Heuschrecken die sie selber fangen können und frisch geschlüpfte Fliegen (aus der Madenbox), die ich in Mineralzusatz tunke und mit der Pinzette direkt vor sie positioniere.
Der Mineralzusatz ist wichtig, da sie für die Häutungen, den Knochenbau und die Weibchen zusätzlich für die Ausbildung von Eierschalen viel Calcium benötigen. Viele schwören auf Korvimin, das es allerdings nur beim Tierarzt gibt, ich benutze jedoch ein günstigeres Produkt aus der Fachmarkt und meinen Tieren geht es bis jetzt prächtig. Der Handel bietet viel Auswahl, hier gilt einfach mal ausprobieren, manchmal rühren die Geckos Futter das in bestimmten Zusatz getunkt wurde auch nicht an. Gelegentlich kann man ihnen auch Wachsmaden und Buffalos anbieten. Diese fressen sie zwar sehr gerne, sollten aber nur selten verfüttert werden, da sie sehr viel Eiweiß enthalten und ihre Schale zudem auch noch schwerverdaulich ist.

Tipp: Um Heimchen und Heuschrecken zu bestäuben, gibt man ein paar der Futtertiere in ein hohes Gefäß, aus dem sie nicht raushüpfen können. Dann gibt mein etwas Mineralpulver dazu und schüttelt leicht.

 

Winterruhe

(noch in Arbeit)   

 

Paarung - Inkubation - Jungtiere

(noch in Arbeit)